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9015 - Kommentar zu Die Götter aus dem All - (1) - Atlantis - Experimente mit Menschen und Monstern
Christian H.  05.05.2004 12:03

 Abweichend von den Motiven der klassischen Science Fiction steht hier der blaue Planet (die Erde) im Mittelpunkt der Handlung,wobei der inhaltliche Schwerpunkt auf der menschlichen Evolutionsgeschichte liegt.In offenkundiger Ablehnung religiöser,explizit christlicher GENESIS-Motive schreibt Verfasser Erich von Dänicken die Entstehung der zivilisierten Menschheit nicht einem abstarkten Gottesideal,sondern wesentlich handfesteren Motiven wie den im Titel erwähnten "Göttern aus dem All" zu.Als kosmische Überwesen mit einer nahezu allmächtigen Technologie und Wissenschaft fliehen die Götter aus dem All,unter Führung der wunderschönen Ais,von ihrem sterbenden Heimatplaneten,um auf dem durch Äonen aus Raum und Zeit entfernten blauen Planeten einen Ausgangspunkt für das Fortbestehen ihrer Kultur zu schaffen.Nach dem Scheitern der ersten Expedition landen die "Götter" an den grünen Ufern eines unbekannten mysteriösen Kontinents,der als Synonym für alles Unerklärbare und im ästhetisch-klassischem Sinne Wunderbare als "Atlantis" im kollektiven Gedächtnis der Menschheit erhalten geblieben ist.Nach Überwindung aller Gefahren und dem letzten entscheidenden Sieg über das Böse,das sich in Gestalt des abtrünnigen Biologen Satham,der mittels verbotener (Gen-)Experimente die Macht über den blauen Planeten an sich reißen wollte,dem Plan des großen Gehirns,des weisen Herrschers über den sterbenden Planeten,zu widersetzen versuchte,ist die Macht der "Götter aus dem All",insbesondere die von Ais,(auf dem blauen Planeten) vollkommen.
Doch geizt die actiongeladene Story nicht nur nicht mit originellen Figuren,sondern bietet dem abwechslungsbedürftigen SF-Hörer mit den romantischen Motiven und Schauplätzen auch eine ästhetisch interessante Variante,die eine unterhaltsame Distanz zu dem biederen "Perry Rhodan"-Universum ermöglicht.Ais ist fraglos eine der faszinierendsten Figuren der SF-und Hörspielgeschichte,besonders weil durch die (an archaisch-vorchristliche Vorstellungen) angelehnte Gleichsetzung von Schönheit und Moralität mit gegenteiligen besonders durch "Perry Rhodan" durchgesetzten Vorstellungen aufgeräumt wird.Sehr reizvoll,wenn auch nur imaginär präsent ist das Motiv der Liebe,das sich zwischen der schönen Ais und dem britischen SAS-Offizier Julian Andrews,nein,und dem genialen Biologen Zhan entwickelt.Leider bleibt diese "Liebesbeziehung" in Rückbezug auf Ais´ Rolle und ihre Intellekt gesteuerte Persönlichkeit doch sehr abstrakt bzw. imaginär und nimmt eigentlich nur mit (vergleichendem) Blick auf die Comics plastischere Züge an,wäre aber eine interessante Analogie zu dem Kult-Science-Fiction=Film "LIEFFORCE-Bedrohung aus dem All"(der von ein paar altklugen Cineasten in völlig grotesker und idiotischer Weise verrissen wurde-von Trash kaum eine Spur).
Grundsätzlich ist Ais-genauso wie Königin Fria bei "FLASH GORDON"-eine (sehr) romantische Figur,die genau wie ihr Gebrüder Grimm-Pendant "Dornröschen" ihren Charme aus der Atmosphäre bzw. Umgebung des Klassisch-Schönen,also des buchstäblich Märchenhaft-Idyllischen ableiten kann.