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Mittsommermord

CharakterSprecherIn
 Ulrich Pleitgen 
 Anne Weber 
 Petra Redinger 
Autor: Henning Mankell
Hörspielbearbeitung: Valerie Stiegele
Länge: 110 Minuten
Verlag: Der Hörverlag

INFO
Drei junge Leute feiern zusammen Mittsommer. Sie tragen Kostüme des 18. Jahrhunderts und halten den Ort ihres Treffens streng geheim. Danach sind sie verschwunden. Etwa zur gleichen Zeit findet man Svedberg, einen Kollegen Kommissar Wallanders, erschossen in seiner Wohnung. Was hat das Verschwinden der drei Jugendlichen mit dem Mord an einem Polizisten zu tun?

"Henning Mankell ist ein ungewöhnlich sicherer, ruhiger Erzähler und ein präzise arbeitender Konstrukteuer des bildhaften Grauens. Es kann passieren, dass man während des Mittsommermords Frau, Mann, Kind, Büro, Hund, Katze, Vögel und sogar das Telefon vergisst." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

2 MC od. 2 CD

Lesung

 

AUFLAGEN

2 MC, Der Hörverlag
2 CD, Der Hörverlag

 

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Kommentare zu der Hörverlag - Gesamtprogramm
- Mittsommermord
Stand: 17.12.2017

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1590 - Kommentar zu der Hörverlag - Gesamtprogramm - Mittsommermord
Chris Houben  05.12.2002 06:04

 Mankell ist ein Phänomen -- sein Roman ein Ereignis. Während viele bewährte Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, legte der schwedische Autor gerade sein bisher bestes Buch vor. Nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut.
Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete.

Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut!

Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer

Audiobook-Rezensionen


Was am Anfang fast unmöglich scheint, entwickelt sich immer mehr zur Gewissheit: Es muss ein Zusammenhang zwischen zwei brutalen Morden bestehen. Zwischen dem Mord an den drei jungen Leuten, die in Kostümen des 18. Jahrhunderts fröhlich Mittsommer feierten und der Tötung Svedbergs, eines Kollegen von Kommissar Wallander. Immer rätselhafter erscheint der zurückgezogen lebende Svedberg. Warum ermittelte er verdeckt in der Sache der drei Jugendlichen? Und wer ist...